Unfinden im Wandel der Zeit
Unfinden im Wandel der Zeit

Persönlichkeiten aus Unfinden

Regiomontanus

Johann Müller

eigentl. Johannes Camillus  (Opferdiener). 

 * 06. Juni 1436 in Unfinden bei Königsberg/Franken

 +  06. Juli 1476 in Rom, Erinnerungstafel Campo Santo

 

Was ist von einem Mann zu erwarten, der schon als zwölfjähriger Knabe den Planetenlauf besser berechnete als jeder Fachmann ...
 

Am 6. Juni 1436 wurde im fränkischen Städtchen Königsberg? (siehe Biographie) bzw. im nahen Unfinden Johann Müller geboren, berühmt unter dem Namen Regiomontan. Bereits mit 11 Jahren zog er auf die Leipziger Universität. Im April 1450 zog Regiomontan nach Wien, ... um dort weiter zu studieren. Bald dürfte er das Jahrbuch für 1451 berechnet und damit wieder das erstaunen der Fachleute  hervor gerufen haben.

Bei der Herstellung von Sonnenuhren und bei der Erklärung mancher Beobachtungsgeräte dürfte er geholfen haben.

Im Herbst 1461 reiste Regiomontan nach Italien (Venedig, Padua, Mailand, Rom und Florenz) um dort verschiedene wissenschaftliche Tätigkeiten auszuführen.

Im Sommer 1467 siedelte Regiomontan nach Ungarn über. Als Lehrer der Mathematik wurde er an die Universität Preßburg gerufen. Wenn Regiomontan sich auch nur 4 Jahre in Ungarn aufhielt, so übte er dort doch eine große Wirkung aus. Durch ihn wurden die neuen Erfindungen des Kompasses mit der Mißweisung der modernen Sonnenuhr und der verjüngten Skala nach Ungarn gebracht, dort bekannt und angewandt. Manche Bücher und Instrumente Regiomontans gehören noch heute zu den alten Beständen der Universitätsbibliothek Krakau (Polen.)

Regiomontan fuhr im Frühjahr 1471 nach Nürnberg und konnte nun seinen Forschungen leben. Dann folgte eine lange Reihe von Aufgaben aus den Gebieten der Sternkunde, der Mathematik, der Mechanik, Musik und Optik. manche Aufgabe war sehr schwer.

Ende Juli 1475 verließ Regiomontan Nürnberg und reiste nach Rom, um dort auf Wunsch des Papstes Sixtus IV. den Kalender zu verbessern. Welche Arbeiten er in Rom fertigstellte ist unbekannt; denn es gibt nur die Nachricht, dass er im Juni 1476 in Rom starb und auf dem Gottesacker, wohl im "Campo Santo", beerdigt wurde. Regiomontan starb im Alter von 40 Jahren. Er stand auf der Höhe seines Schaffens und war sehr angesehen. Sein Nachlass in Rom ist verschollen. Von seinem Nachlass in Nürnberg ist manche Kunde geblieben. Besonders befasste er sich mit der Dreieckslehre und mit der Anwendung der Sinusrechnung.

Nicht der Sterndeutung, sondern der Sternforschung wollte Regiomontan dienen. Mit zunehmendem Alter kehrte er sich von der Sterndeutung ab.

In einem Alter, wo die meisten Gelehrten erst mit ihren großen Arbeiten hervortreten, musste er sterben und die Arbeiten seiner letzten Lebensjahre wurden vernichtet.

 

Quelle: Auszüge aus dem Buch "Entstehung und Ausbreitung der Copernicanischen Lehre" v. Ernst Zinner. Herausgegeben und ergänzt v. Herbert M. Nobis und Felix Schmeidler

Ernst Zinner (1886-1970) war Professor für Astronomie an der Universität München und Direktor der Remeis-Sternwarte in Bamberg von 1926 - 1953

Die Herausgeber: Herbert M. Nobis ist Leiter der Copernicus-Forschungsstelle im Deutschen Museum München und Herausgeber der Copernicus Gesamtausgabe.

Felix Schmeidler ist Professor für Astronomie an der Universität München und Autor einer Copernicus-Biographie.

 

Projekt: Bayern Bilder 2001

Johannes Müller, genannt Regiomontanus (eigtl. Johannes Camillus) Regiomontanus (eigtl. Müller)

Mathematiker und Astronom

(* 06.06.1436 , Unfinden b. Königsberg/Franken, + 06.07.1476 , Rom )

 

Bedeutendster Mathematiker und Astronom des Spätmittelalters. Führte die Tangensfunktion ein. Besondere Beschäftigung mit den Kometen. Schöpfer beispielgebender Kalender und Herausgeber der "Ephemeriden", die zum Vorbild aller nautischen Jahrbücher wurden. Seit 1471 in Nürnberg, wo er u.a. eine Sternwarte errichtete.

 

Quelle:  Ausstellung Bayern-Bilder, Haus der Bayerischen Geschichte, 2001

Johann Christoph von Segnitz

*27. August 1790 in Schweinfurt

+ 26. September 1858 in Schweinfurt

Letzter Lehnsherr von Unfinden

Einstiger Familiensitz derer von Segnitz

Segnitz von Schmalfelden. Alter, im Kgr. Bayern bestätigter Adelsstand. Bestätigungsdiplom des Adels der Familie v. 7.(25.) Mai für Johannes Christoph Segnitz von Schmalfelden, Kgl. bayer. Polizeiofficianten zu Schweinfurt. Ein dem ehem. fränkischen Rittercanton Baunach, wegen eines "Antheils an dem Dorfe Unfinden", einverleibt gewesenes Adelsgeschlecht. Die Familie erhielt vom römischen König Maximilian, 27.Mai 1492 einen Wappenbrief u. von K. Rudolph II., 29. Nov. 1595 ein Adels- und Wappenverbesserungs-

diplom. Nach Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bay. wurde der o. g. Empfänger des Adels-

erneuerungsdiploms in dieselbige eingetragen.
Quelle: Neues allgemeines deutsches Adelslexikon von Ernst Heinrich Knescke

Gruft derer von Segnitz
auf dem Friedhof von Unfinden

Familienwappen von Segnitz über der Gruft auf dem Unfindener Friedhof

Grabsteinplatte an der Wand in der Gruft mit der Inschrift: Hier ruhen in Gott Sophia von Segnitz, geb. Schuler * 12.06.1793 in Schweinfurt, + 14.07.1858 in Unfinden
Johann Christoph von Segnitz, letzter Lehnsherr von Unfinden. Herzogl. S. Coburg. Gothaischer Justizrath, * 27.08.1790 in Schweinfurt, + 26.09.1858 in Schweinfurt

siehe "Neues allgemeines deutsches Adelslexikon" (Googlsuche kopieren)

Johann Grübel, Baumeister

* 1849 in Unfinden

+ 19xx in Schliersee

 

Hochedle Stiftung zur Renovierung der Bonifatiuskirche 1911 Unfinden

Fritz Griebel

*  22. August 1899 in Unfinden
+ 29. September 1976 in Heroldsberg

 

 

Meister des Scherenschnitts

Professor für Malerei und freie Grafik an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg von 1946 bis 1966.

Geboren am 22.08.1899 im ehemaligen Pfarrhaus in Unfinden bei Königsberg/Bay.

1939 heiratet er seine Frau Gertrud in Unfinden

Fritz Griebel stirbt am 29.09.1976 in Heroldsberg

 

Fritz Griebel war einer der großen Meister des Scherenschnitts. Schon der Knabe fertigte Bildnis- Silhouetten für Eltern und Geschwister; mit  scheren-geschnittenen Illustrationen hatte der junge, bei Schiestl und Hans Meid studierende Künstler die ersten Erfolge. Was Griebel gegen Ende seines Lebens schuf, kann nur noch mit den "papiers decoupes" von Henri Matisse verglichen werden. Hermann Wilhelm hat 1968 resümiert, Griebel habe es im Felde des Scherenschnitts zu einer Vollendung gebracht, "die auf diesem Gebiet einmalig in unserer Zeit" sei....

 

Quelle: Zitiert aus dem Buch über das reiche Schaffen des  Scherenschneiders Fritz Griebel. Herausgeber: Stadtgeschichtliches Museum Nürnberg und Griebel-Archiv,Oberrüsselbach 14, 91338 Igensdorf

Christuszeichen mit Siegeskranz und A und O, dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets. Darunter Brot und Wein. Die Vögel sind Sinnbilder der Seelen.

Quelle: Buch, Fritz Griebel "Zeichen der Christenheit", Lätare Verlag

 

 

 

Junge mit Blockflöte 1933, Öl auf Lwd. 65x47

Porträt

Bevorzugt malte F. Griebel Enzelporträts als Halbfigur oder Bruststück mit einem monochromen Hintergrund. Auf eine außerordentliche Art und Weise gelingt es ihm, das Innere, das Wesen des Menschen zu entäußern - und bezieht sich hiermit buchstäblich auf die Bedeutung des Wortes "Porträt" das "herausziehen" meint.

Quelle: Infoblatt v. Antije Buchwald M.A

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Jutta und Peter Griebel, Igensdorf 

 

Hier gelangen Sie zur Internetseite "Leben und Werk" von Prof. Fritz Griebel

 

Fabrikantenfamilie Kirchner

Dr. Auguste Kirchner 1899-1986

Seniororchefin der "Fränkischen Rohrwerke"  und "Fränkischen Leuchten" heute "Regiolux", wohnhaft in Unfinden

 

Dr. Phil. Auguste Kirchner,

geb. 03.04.1899 in Nürnberg

gest. 04.11.1986 in Unfinden

 

Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

Ehrenbürgerin der Stadt Königsberg

Ehrenbürgerin von Unfinden (Heute Stadtteil von Königsberg)

 

1923 beendete sie, als eine der wenigen Frauen das Chemie-Studium, was für die damalige Zeit als außergewöhnlich galt. In Würzburg tätig, promovierte sie im Fach Chemie zum Dr. phil. Sie heiratet den Unternehmer und Firmengründer Otto Kirchner.

 

1946 Nach dem Tod ihres Mannes, setzt sie sich für den Verbleib, der unter Treuhänderschaft stehenden Firma ,als Familienbesitz ein.

 

1949 Übernimmt sie die Leitung der Firma. Fachliches Können in Verbindung mit hohem unternehmerischen Geschick, hat ihr in industriellen Unterehmerkreisen des In- und Auslandes, Achtung und Anerkennung gebracht.

 

1952 gründet Frau Dr. Phil. A. Kirchner zusammen mit ihrem Sohn Herrn Dipl. Kaufmann Friedrich Kirchner die Firma "Fränkische Leuchten GmbH" heute "Regiolux"

 

1956 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und Ehrenbürgerecht der Stadt Königsberg i. Bay.

 

1969 Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Gemeinde Unfinden (Wohnort)

 

Im September 1986 stirbt Frau Dr. Phil. Kirchner, die neben ihrer Berufung als Unternehmerin vor allem auch immer ein geberfreudiges Herz für öffentliche, soziale und kirchliche Einrichtungen hatte.

 

Otto Kirchner 1884 - 1946

Otto Kirchner  (1884 - 1946)

Firmengründer der "Fränkischen Rohrwerke"

 

Dipl.-Ing. Otto Kirchner senior,

geb. 15.01.1884

gest. 23.02.1946,

 

1912 Ansiedlung der heutigen "Fränkischen Rohrwerke durch Dipl. Ing. Otto Kirchner

 

Augustes Haus

Wohnhaus von Dr. Auguste Kirchner

Zehntstraße 8

 

 

 

Auferweckung der Tochter des Jairus

Richard und Elise Kirchner, Würzburg (Eltern von Otto Kirchner, Senior)

sind die Stifter des Kirchenfensters, "Auferweckung der Tochter des Jairus"

Im Altarraum (Ostseite) der Bonifatius Kirche Unfinden.

 

Friedrich Kirchner 1925 - 2008

Dipl.-Kfm. Friedrich Kirchner, Senior,

geb. 1925 in Unfinden

gest. 15.05.2008 Unfinden

 

Sohn von Dr. Auguste und Dipl.-Ing. Otto Kirchner, Senior

 

1952 Mitgründer der "Fränkischen Leuchten" heute "Regiolux"

 

Gesellschafter und Geschäftsführer der Fränkischen Rohrwerke und Regiolux

 

Ruhestätte der Familie Kirchner auf dem Friedhof von Unfinden.

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Dagmar und Otto Kirchner, Junior

 

Hier zum Firmenportal

 

Gottfried Wicklein, Fabrikant

* 03. Juni 1884 in Unfinden

+ 09. Dezember 1953 in Nürnberg

Gottfried Wicklein1884 - 1953

"Gottfried Wicklein" berühmt, bekannt durch seine Wicklein Lebkuchen, Nürnberg.

 

Vom Bäcker zum Lebkuchenfabrikanten

 Als 15 oder 16 jähriger ging, der gebürtige Unfindner, nach Mainbernheim. Dort begann und vollendete er eine Lehre als Lebküchner.

 Nach Unfinden zurückgekehrt, eröffnete er einen Laden. Neben Brot, Brötchen und Plundergebäck, probierte er immer etwas Neues aus. Es entstanden so die ersten Lebkuchen.

Als er seine Frau, die aus einer Lebküchnerei Nürnbergs stammte, kennen lernte, zog er nach Nürnberg und übernahm die Lebküchnerei. Mit unermüdlichem Fleiß und persönlichem Einsatz wurde aus der Lebküchnerei eine Lebkuchenfabrik die während der Saison bis zu 700 Mitarbeiter beschäftigte.

Die Zutaten der Rezeptur bleiben ein Geheimnis.

Oberstes Gebot Gottfried Wickleins war die Qualität. Nur die besten Zutaten wurden für die Herstellung von "Wicklein Lebkuchen" verwendet. Permanente Qualitätskontrollen durch Gottfried Wicklein selbst, garantierten beste Ware.

"Wickleins Lebkuchen" wurden dadurch weltweit bekannt.

 

 

Familienwappen

Die Aufnahme, wurde im Wohnhaus Fritsche „An der Bleiche 4“ gemacht, sie zeigt das Wappen der Familie Wicklein.

Eine heraldische Erklärung über die Bedeutung liegt mir nicht vor.

 

Bächerei Wicklein

Diese Aufnahme von 1927 im Mai, zeigt das Wohnhaus mit Bäckerei von Gottfried Wicklein.

Heute gehört das Haus zur Gastwirtschaft "Schwarzer Adler" (Familie Schäfer-Kirchner)

Pruduktionhalle in Nürnberg

Arbeiterinnen in der Lebkuchenfabrik Wicklein.

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